Neues vom BRH Fildern

Autor des Beitrags ist Gilmor vom Granitfelsen – Rettungshund

Seit 2015 unterstützt die Bite AG den BRH Rettungs- und Therapiehunde Fildern und Umgebung e.V. (Kurzform: BRH Fildern) – selbstverständlich auch während der COVID-19 Pandemie. Doch wie sieht ein Einstieg als ehrenamtlicher Helfer des BRH Fildern aus?

Gilmor, Welsh Terrier, berichtet über seinen Einstieg im Jahr 2020.

Na, dann stelle ich mich erst einmal vor. Ich heiße Gilmor vom Granitfelsen und war bei meinem Einstieg in die Rettungshundestaffel des BRH Fildern ca. 2,5 Jahre jung. Mit meinen 9 kg bin ich eines der zwei Leichtgewichte in der Staffel und als Welsh Terrier einer von mittlerweile drei Terrierkollegen – einer in der Flächensuche eher seltenen Hunderasse. Im Januar 2020 fuhr ich mit meinen Menschen auf das Trainingsgelände am Fasanenhof bei Stuttgart. Wir waren alle ein bisschen aufgeregt, Probetraining war angesagt. War dann aber gar nicht so schlimm. Meine Menschen durften sich erst einmal am Rand einsortieren und ich hatte jede Menge Spaß mit den Fremden, die im Kreis auf dem Boden hockten. Immer wieder wurde ich gerufen und rannte begeistert von einem zum anderen und wurde mit Leckereien empfangen. Ein bisschen Spielen stand auch auf dem Plan. Das war aber nicht so meins, Futter mochte ich lieber. Meine Menschen wurden gefragt, was sie sonst so mit mir anstellen (apportieren und Dummysuche) und bekamen anschließend theoretisch und praktisch eine Einführung in die Flächensuche.

Scheinbar fühlten sich meine Menschen gleich richtig wohl unter den anderen Hundeführern und so schlossen sie zu Mitte Februar eine Vollmitgliedschaft im BRH Fildern ab. Bald hatten wir unser erstes richtiges Training auf dem Platz am Fasanenhof. Außer der Menschensuche üben wir auch mit diversen Geräten – und das stand bei meinem nächsten Besuch auf dem Plan. Da gab es eine Brücke aus einer liegenden Leiter, einen Tunnel, eine Wippe, eine 2m hohe Plattform mit Rampe und vieles mehr.

Manches kannte ich schon aus der Hundeschule und von zuhause. Ich probierte gleich mal den Tunnel aus (das war leicht) und versuchte mich dann an der Wippe. Hui, die bewegt sich ja! Gut, dass meine Menschen und ihre neuen Freunde mithalfen und die Wippe ein bisschen festhielten. So konnte ich bis zum Kipppunkt laufen, bevor die Wippe langsam und kontrolliert auf der anderen Seite auf dem Boden aufsetzte und ich voller Stolz hinüberlief. Auch die Leiterbrücke machte mir riesigen Spaß. Am Anfang waren die Sprossen noch sehr breit. Da ich das aber quasi mit links bewältigte, wurden schnell die Zwischensprossen entfernt und ich lief elegant über die schmalen Stege.
Ein weiterer Hundekumpel übte mit mir parallel an den anderen Geräten. Dann wurde getauscht. Nach zwei Durchgängen war Schluss und ich freute mich über meine Auszeit in meiner Hundebox im Auto, wo ich mit Wasser und Proviant versorgt wurde. Für das nächste Training versprachen mir meine Menschen dann die ersten Menschensuchen. Leider musste ich darauf dann aber 4 Monate warten. Es kam etwas Komisches dazwischen, was sich Lockdown nannte. Aufgrund der Infektionsgefahr mit COVID-19 konnten wir uns alle nicht mehr treffen. Schließlich durften ja die geprüften Flächensuchhundeteams nicht ausfallen. Denn falls wirklich mal ein Mensch vermisst würde, sollten sie ja in den Einsatz gehen können. Meine Menschen hatten also Zeit, sich mit allem Notwendigen auszustatten, was man so für das Training benötigt – wie z. B. Sicherheitsschuhe, Helm, Handschuhe, Sicherheitsweste, Vereins-T-Shirt und natürlich ganz viele Aufbewahrungsbehälter und Futterdummies für meine Belohnungen. Aber davon mehr beim nächsten Mal.

Euer Gilmor

Kim Noha

Kim Noha

DHBW Studentin Medien- und Kommunikationswirtschaft

Bite AG , Filderstadt, Deutschland